Das mobile Surfen befindet sich zurzeit in einer Umbruchphase. Seit der Einführung von UMTS, und besonders den HSPA-Erweiterungen, steht Mobilfunkkunden ausreichend Bandbreite zum Surfen zur Verfügung, viele Web-Dienste haben spezielle Angebote erstellt, die auf die beschränkten Ressourcen mobiler Endgeräte Rücksicht nehmen und die Kosten für mobile Datenverbindungen sind inzwischen so gesunken, dass sie in einer Mobilfunkrechnung kein besonderes Gewicht mehr haben. Und mit LTE kommt jetzt DSL- beziehungsweise LAN-Geschwindigkeit ins mobile Internet.
Jetzt noch UMTS?
Wenn Sie bisher noch nicht mobil im Internet unterwegs waren, müssen Sie sich daher fragen, ob sich eine Investition in die alte UMTS-Technik noch lohnt. Für die Nutzung des neuen Standards brauchen Sie LTE-fähige Technik. Mit UMTS-Geräten können Sie bei einem Wechsel nichts mehr anfangen. Wenn Sie in einem Gebiet leben, das schon mit LTE versorgt ist, können Sie schon mit dem neuen Standard einsteigen, haben aber häufig noch nicht die Wahl zwischen den Netzbetreibern, da diese in unterschiedlichen Gebieten mit dem Netzaufbau begonnen haben.
Inbetriebnahme des Surfsticks
Genau wie ein Handy hat auch ein Surfstick einen Slot für eine SIM-Karte. Da der Stick keine Tasten hat, erfolgt die Eingabe der PIN dann aber über die Tastatur des Computers, mit dem Sie den Surfstick über einen USB-Anschluss verbunden haben. Die PIN-Abfrage kann dann meist vom Rechner aus per Software abgeschaltet werden. Wenn Sie von diesem Feature Gebrauch machen und den Surfstick verlieren kann jemand anderes nicht nur auf Ihre Kosten surfen, sondern hat auch Zugriff auf alle auf dem Stick gespeicherten Daten.
Das Surfen mit dem Surfstick
Wenn Sie mit einem UMTS-Surfstick unterwegs sind, dann müssen Sie mit gelegentlichen Unterbrechungen der Datenverbindungen rechnen. Zur Verringerung solcher Probleme unterstützt der neue Mobilfunkstandard LTE die gleichzeitige Datenverbindung über mehrere Antennen, so dass die Übergabe von einer Basisstation zur nächsten ohne Netzunterbrechung stattfinden kann.
Der Surfstick als Modem
Die Schnittstelle zwischen Computer und Surfstick sieht technisch immer noch genauso aus, wie die der ersten Modems, mit denen Datenverbindungen über analoge Telefonleitungen hergestellt wurden. Wenn Sie auf einer entsprechend niedrigen Betriebssystemebene an einen Surfstick herangehen, dann können Sie ihn, wie ein uraltes Modem, mit AT-Befehlen steuern. Der Befehlssatz ist allerdings so erweitert, dass auch diejenigen Funktionen gesteuert werden können, die es früher nicht gab. Zum Beispiel kann mit dem Befehl AT+ZCDRUN die CD-ROM-Laufwerks-Emulation auf dem Surfstick ein- und ausgeschaltet werden. Diese wird meist verwendet, um die passenden Treiber für den Stick bei der ersten Benutzung auf dem PC zu installieren. Ist diese eingeschaltet, dann erscheint der Surfstick, für den angeschlossenen Rechner, nicht nur als Modem für die Datenverbindung, sondern auch als CD-ROM-Laufwerk. Manche Systeme haben damit Probleme und erkennen nur noch das CD-ROM-Laufwerk. Ein Abschalten der Laufwerksemulation, die ja sowieso höchstens für die Erstinstallation der Treiber benötigt wird, kann dann solche Probleme verhindern.
Der Surfstick als USB-Stick
Bei Surfsticks findet man teilweise auch Slots für Micro-SD-Karten. Im Allgemeinen ist das eigentlich nicht interessant, kann aber nützlich sein, wenn Sie den Stick an einem Notebook mit sehr wenigen USB-Slots betreiben und so den Platz für einen USB-Stick sparen können.
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