Mit einem Bildbearbeitungsprogramm können Sie die Qualität Ihrer digitalen Fotos deutlich verbessern. Es ist oft erstaunlich, wie viel Sie mit ein paar Klicks aus einem unscheinbaren Bild herausholen können. Professionelle Grafiker setzen hier Photoshop ein, es gibt aber auch kostenlose Bildbearbeitungsprogramme, die diese Aufgabe genauso gut erledigen.
Bildbearbeitungsprogramme, eine Abgrenzung
Ein Bildbearbeitungsprogramm im eigentlichen Sinn, ist ein Programm, das Rasterbilddateien bearbeitet, wie sie von digitalen Kameras oder Scannern erzeugt werden. Umgangssprachlich wird manchmal auch andere Software aus der Gruppe der Grafikprogramme als Bildbearbeitungsprogramm bezeichnet, zum Beispiel Vektorgrafik- und Malprogramme oder sogar Layout- und Vektorisierungsprogramme. Diese haben jedoch alle einen anderen spezifischen Anwendungsbereich. Sie können ein Bildbearbeitungsprogramm zwar auch zum Malen benutzen, ein spezielles Malprogramm unterstützt Sie allerdings besser beim Freihandzeichnen. Und die geraden Linien oder definierten Bögen von Grafiken, Schemazeichnungen oder technischen Skizzen oder Zeichnungen, lassen sich mit Vektorgrafikprogrammen nicht nur besser erstellen, sondern auch bearbeiten und ändern, wenn das Bild nicht als Raster- sondern als Vektorgrafik gespeichert wird. Vektorisierungsprogramme dienen dazu Rasterbilder in Vektorgrafiken umzuwandeln und Layoutprogramme schließlich, sind eigentlich gar nicht zum Bearbeiten von Bildern gedacht, sondern dafür, fertige Bilder und Zeichnungen für eine Publikation auf (Druck-)Seiten zusammenzustellen.
Kostenlose Bildbearbeitungsprogramme, eine Übersicht
Wer eine digitale Kamera kauft, bekommt im Allgemeinen auch ein Softwarepaket dazu, das ein Bildbearbeitungsprogramm enthält. Für den Besitzer der Kamera ist dieses Programm daher auch kostenlos, ist aber nicht nur an den Besitz der Kamera gebunden, sondern in der Funktion auch speziell an diese oder ähnliche Kameras desselben Herstellers angepasst. Wenn Sie nicht nur die Bilder der eigenen Kamera bearbeiten möchten oder unterschiedliche Kameras verwenden, dann hat ein vom Hersteller unabhängiges Programm den Vorteil, dass Sie sich nicht in mehrere Bedienungsoberflächen einarbeiten müssen.
Die Auswahl an kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen ist vergleichsweise groß, allerdings sind das auch die Unterschiede im Funktionsumfang. Manche Programme sind auf spezielle Funktionen spezialisiert, die häufig bei der Bearbeitung von Fotos anfallen, wie zum Beispiel das Entfernen roter Pupillen bei Blitzaufnahmen. Andere haben Features, die die Verwaltung auch großer Bildersammlungen erleichtern, zum Beispiel Gesichtserkennung.
Das Flaggschiff unter den kostenlos erhältlichen Bildbearbeitungsprogrammen
Über die Jahre seit seiner Erstveröffentlichung 1995 und der Version 1.0 im Jahre 1998, hat sich das Open-Source-Programm GIMP eine ähnliche Stellung erworben, wie Photoshop im kommerziellen Bereich. Wer ein professionelles aber frei verfügbares Werkzeug zur Bildbearbeitung sucht, kommt an diesem Programm nicht vorbei. Es ist aber eben auch ein Werkzeug und kein Spielzeug und daher manchmal nicht so handlich wie andere Programme. Wenn man den Umgang damit gelernt hat, arbeitet es sich mit einem solchen Werkzeug dafür effizienter. Sehr hilfreich ist aber die konsequent implementierte Undo-Funktion, die es in den ersten Versionen schon gab, und mit deren Hilfe Sie alle Änderungen am Bild, schrittweise oder sprunghaft, wieder Rückgängig machen können, wenn Sie mit dem Ergebnis unzufrieden sind. Dadurch können Sie unbekannte Funktionen sehr einfach und problemlos ausprobieren.
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